Verler Delegation in Annaburg

Verler Delegation in Annaburg – Gastgeschenk lässt Kinder jubeln

Zwei Jahre Corona-Pandemie haben auch die Kontakte mit Verls Partnerstadt Annaburg erschwert. Jetzt aber wird die Partnerschaft mit gegenseitigen Besuchen wieder mit Leben gefüllt: Nachdem eine Abordnung der Annaburger Feuerwehr vor wenigen Wochen zur Einweihung des Kaunitzer Feuerwehrhauses zu Gast war, hat sich nun eine zwölfköpfige Delegation aus Verl auf den Weg nach Annaburg gemacht. Auf Einladung von Bürgermeister Stefan Schmidt verbrachten Vertreterinnen und Vertreter aus Verwaltung und Politik drei erlebnisreiche Tage in der Partnerstadt.
Annaburg hat bekanntlich eine reiche Geschichte. Dazu gehört auch das im 16. Jahrhundert erbaute Renaissanceschloss, einst Jagdsitz der Kurfürsten von Sachsen. Nun hat die Stadt Annaburg mit dem historischen Ensemble große Pläne: Da das jetzige Rathaus nicht mehr den Anforderungen an ein modernes Verwaltungsgebäude entspricht, soll das Hinterschloss mit Hilfe von Fördermitteln aus Bund und Land sowie möglicherweise auch aus Brüssel neuer Verwaltungssitz und gleichzeitig ein Ort der Bildung und Kultur werden. „Das wird ein immenser Aufwand, aber wir drücken ganz fest die Daumen, dass sich die Pläne verwirklichen lassen“, sagte Bürgermeister Michael Esken, der unter anderem vom Ersten Beigeordneten Thorsten Herbst, Kämmerer Sven Schallenberg und dem 2. stellvertretenden Bürgermeister Matthias Humpert nach Annaburg begleitet wurde.
Ein großes Projekt, das in Verl möglicherweise bevorsteht, nahm die Stadt Annaburg zum Anlass, für die Gäste auch einen Besuch in Torgau zu organisieren: Denn dort findet zurzeit die 9. Sächsische Landesgartenschau statt und die Verlerinnen und Verler nutzten gerne die Gelegenheit, einige Impressionen mitzunehmen. Schließlich prüft Verl bekanntlich derzeit die Durchführung einer LGS im Jahr 2029. „Die landschaftlichen Gegebenheiten sind in Torgau ganz anders als in Verl. Aber die Nachhaltigkeit, die bei der Gestaltung des Geländes in Torgau verfolgt wurde, ist sehr interessant“, merkte Bürgermeister Esken an.
Eine weitere Station der Verler Delegation war die Grundschule „Michael Stifel“. Dort erlebte sie den Schulausscheid der traditionellen Mini-Playback-Show mit und besichtigte das historische Schulhaus sowie das Grüne Klassenzimmer, wo die Schülerinnen und Schüler zu Ehren der Besucherinnen und
Besucher das Annaburger Heimatlied sangen und für ihren Vortrag von den Gästen viel Beifall bekamen. Anschließend war es dann die Gruppe aus Verl, die Jubel auslöste: Denn das Gastgeschenk bestand aus neuen Möbeln für zwei Klassenzimmer, die in Kürze geliefert werden. Die Freude darüber war riesengroß, denn durch die Eigenanteile für die digitale Ausstattung der Schulen hatte die Stadt Annaburg diese Anschaffung nach hinten stellen müssen.
Ein Besuch im Annaburger Porzellaneum, eine Rundfahrt durch Annaburg und seine Ortsteile sowie zwei Grillabende und viel gemeinsame Zeit für Gespräche rundeten den Besuch ab. Als Erinnerung überreichte Bürgermeister Stefan Schmidt in Anlehnung an das Annaburger Wappen einen rot blühenden Rosenstock. Und schon bald steht der Gegenbesuch aus Annaburg an: Bürgermeister Michael Esken lud dazu ein, Anfang September gemeinsam in Verl das „Verler Leben“ zu feiern.
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Bei ihrem Besuch in Annaburg schaute sich die Delegation aus Verl auch das Schloss an, mit dem die Stadt Annaburg große Pläne hat: (v. l.) Robin Rieksneuwöhner, Hedwig Brochschmidt, Kämmerer Sven Schallenberg, Ulrike Meyer, Hedwig Masjosthusmann, Gästeführer Peter Burckhardt, Christian Mutz, Karin Kralisch (Leiterin des Annaburger Bauamtes), Henry Krüger (Stadtrat Annaburg), Bürgermeister Michael Esken, Alexander Jäger (Stadtrat Annaburg), Annaburgs Bürgermeister Stefan Schmidt, Erster Beigeordneter Thorsten Herbst, 2. stellvertretender Bürgermeister Matthias Humpert, Anja Liebig (Hauptamtsleiterin Stadt Annaburg), Mirjam Schieb, Susanne Jasper und Hedwig Rottmann.

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